Wildkatzen-Erfassung erfolgreich abgeschlossen

Neun Wildkatzen konnten wir im vergangenen Jahr mit unserer Lockstock-Aktion im Landkreis Miltenberg nachweisen. Dabei gelang den 21 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sogar ein Erstnachweis der Art für den Odenwald. BN-Wildkatzen-Expertin Sabine Jantschke und Kreisvorsitzender Steffen Scharrer bedankten sich gestern bei den Aktiven für ihr großartiges Engagement. Es gab für jeden ein Bild und ein T-Shirt.

Jetzt will der Bund Naturschutz die gewonnenen Erkenntnisse in praktischen Naturschutz umwandeln. Es soll ein Konzept für Trittsteine und Korridore geschaffen werden, entlang derer sich die Tiere ausbreiten können.

Die Präsentation der wichtigsten Ergebnisse können Sie sich hier ansehen: prezi.com/view/W93QtAXhUQEOI0mEPEIY/

BN-Arbeitskreis Energie unterstützt Bürgerinitiative

Bund Naturschutz befürwortet Windräder bei Großheubach

13.08.2017

Der Arbeitskreis Energie der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Miltenberg sieht in dem geplanten Windkraft-Projekt in Großheubach einen wertvollen und vorbildlichen Beitrag zur Energiewende und damit zum Klimaschutz. Die Wertschöpfung bleibt in der Gemeinde und komme dort somit allen Bürgerinnen und Bürgern zugute.

Nachdem sich der Arbeitskreis Energie ausführlich sowohl überdie geplanten Windräder, deren Standorte und die angedachten Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger informiert hat, wird den Großheubacher Bürgern empfohlen bei den anstehenden Entscheiden für dieses Windkraftprojekt zu stimmen. Der Bund Naturschutz verfolgt seit vielen Jahren das Ziel einer CO2 freien Versorgung aus 100% erneuerbarer Energie. Damit kann die umweltschädliche, landschaftzerstörende, riskante und in der Folge auch teure konventionelle Energieerzeugung ersetzt werden. An geeigneten Standorten ist Windkraft wichtig und grundsätzlich zu befürworten.Strom aus Windenergie hat die geringsten Erzeugungskosten und die kürzeste energetische Amortisation. Windenergie ist dezentral erzeugte Energie, diese muss nicht mehr über, eventuell erst zu schaffende, Trassen transportiert werden.

Durch die beim Projekt in Großheubach möglichen und angedachten Rahmenvereinbarungen kann die Wertschöpfung in der Region bleiben und die Gemeinde kann damit z.B. soziale Einrichtungen unterstützen. Auch die Idee einer nahezu kostenfreien Kindergartennutzung kann damit möglich werden. Hierzu muss die Politik und die Verwaltung in Großheubach nur die richtigen Weichen stellen und konstruktiv dieses Projekt gestalten. Unbenommen der im weiteren Verlauf des Projekts unbedingt erneut durchzuführenden naturschutzfachlichen Prüfungen der geplanten Standorte, sind diese derzeit als geeignet anzusehen. Sie befinden sich außerhalb jeglicher Schutzgebiete in einem landwirtschaftlich intensiv genutzten Bereich mit daher leider geringem Wert für die Natur.

Die Abstände zur Wohnbebauung betragen mindestens 1000m und dies entspricht den Anforderungen des aktuell geltenden Regionalplans und ist aus anerkannter wissenschaftlicher Sicht völlig ausreichend. Die in Großheubach vorgesehenen und speziell für Binnenstandorte entwickelten Windräder versprechen einen ausreichenden Ertrag. Dies ist auch zwingend für das projektierende Unternehmen, da es auch nach Errichtung den langfristigen wirtschaftlichen Betrieb verantworten möchte.

Der Arbeitskreis Energie war sich abschließend einig, dass das Anliegen der Bürgerinitiative für Windkraft in Großheubach die Unterstützung des Bundes Naturschutz verdiene. Der BN will bei seinen Mitgliedern und in Großheubach auch gezielt dafür werben, beim Bürgerentscheid für die Windkraftnutzung abzustimmen – als Beitrag zum Klimaschutz und zum Vorteil der eigenen Gemeinde.