Unser Tier des Monats März: Der Springfrosch
Die große Sprungkraft verdankt er seinem schlanken Körperbau und den außergewöhnlich langen Hinterbeinen, deren Länge die des Rumpfes noch übertrifft. Weitere Unterscheidungsmerkmale zur Abgrenzung vom recht ähnlichen Grasfrosch sind die spitze Schnauze und das Trommelfell, das näher am Auge liegt und dessen Durchmesser fast erreicht.
Auch im Rennen um die besten Laichplätze hat er die Nase vorn.
Seine hohe Mobilität lässt ihn im Frühjahr die begehrten Laichplätze selbst aus Distanzen von mehr als 2 km schnell erreichen. Noch bevor sich die ersten Erdkröten behäbig auf den Weg machen, ist er meist schon im Februar am Tümpel angekommen und wirbt mit seinen wok-wok-wok-Rufreihen um die Gunst der Weibchen. Kurze Zeit darauf fallen die charakteristisch über die gesamte Tümpelfläche verteilten Laichballen auf, die an Wasserpflanzen befestigt werden und später an die Wasseroberfläche treiben.
Waldtümpel als Kinderstube für die jungen Hüpfer
Nach einer 2-4 monatigen Entwicklungszeit als Kaulquappe entsteigen die 12-18mm großen Hüpferlinge dem Wasser und kommen erst im übernächsten Jahr zur Fortpflanzung zurück. Bis dahin leben sie wie auch die adulten Tiere versteckt in lichten und relativ trockenen Laubwaldregionen.
Mit großen Sprüngen in unsere Region geschafft
Der fortschreitende Waldumbau zu mehr Laubholzarten hat sowohl die Bedingungen als auch die Ausbreitung dieser Amphibienart begünstigt. Neben der Erweiterung des Jahreslebensraumes führen die höheren pH-Werte der Laubwaldgewässer zu einer steigenden Reproduktionsrate und damit zu größeren Bestandsdichten. Kein Wunder also, wenn sich der Springfrosch nun auch bei uns zusehens wohler fühlt. Nach dem Erstnachweis 2023 auf einer Weide in Mechenhard und dem Auftreten großer Laichgesellschaften im Klingenberger Wald 2025 wird dieser Neuankömmling wohl bald in noch weitere Wälder springen. Unser Tier des Monats März. Heißen wir es willkommen!








