Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite
  • Home  › 
  • Energie, Klimaschutz

Mit Photovoltaik Geld sparen

Arbeitskreis Energie stellt praktische Beispiele der Nutzung regenerativer Energien vor.

Der BUND begrüßt das PV-Engagement auf unseren Hausdächern. Ca. 2000 Dächer sollen es bereits im Landkreis Miltenberg sein, die zur Energiewende beitragen. Aber wir brauchen noch sehr viel mehr Sonnenstrom für den kompletten Umstieg auf regenerative Energien.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung! Mit PV-Anlagen können wir unsere eigene Energie kostengünstig erzeugen. Vom Dach in die Waschmaschine, den E-Herd oder die Batterie des Elektroautos sind es gerade mal 30 Meter an Stromleitung ohne jeglichen landschaftlichen Eingriff. Die Leitungs- und Umwandlungsverluste sind minimal. Und der „Hausmacher-Strom“ ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern hat auch wirtschaftliche Vorteile für den, der diese Investition macht.

Das Beispiel von BN-Mitglied Bernd Kempf aus Kleinwallstadt soll in möglichst einfacher Weise zeigen, wie das geht, zumindest wenn man ein Privathaus besitzt, das Dachflächen nach Süden oder auch Osten und Westen aufweist. Jeder der heute auf seinem Girokonto oder Sparbuch Geld „herumliegen“ hat, und das sind nicht wenige Haushalte, sollte sich ernsthaft fragen, ob er/sie nicht ihren Strom selber erzeugen wollen. Die „Null-Prozent-Rendite“ von Girokonto und Sparbuch wird wohl immer übertroffen und ein gutes Gefühl gibt es noch kostenlos dazu.

Genau genommen werden hier auf mehrere Arten „regenerative Energien“ eingesetzt. Der wirtschaftliche Vorteil lässt sich aber an der Photovoltaik am einfachsten und deutlichsten beschreiben. Nur um die Photovoltaik wird es in diesem Beitrag gehen. (bei Interesse können die anderen Aspekte in weiteren Beiträgen auch erläutert werden)

Die PV-Anlage wurde 2013 installiert. Alle anderen baulichen Komponenten haben da schon existiert, daher mussten sich die Solarzellen mit dem noch verfügbaren Platz auf dem Dach „zufrieden geben“.

Zusammen mit einem regionalen Anbieter war die Positionierung der Solarzellen bald definiert und die Installation durch den Unternehmer lief reibungslos. Es war noch Platz von ca 40m² vorhanden, das reichte für 25 Module mit einer Gesamtleistung von 6,25 kWp. Die Angabe bedeutet, dass die Solarmodule bei optimaler Einstrahlung eine elektrische Leistung von 6,25 Kilowatt abgeben können. Das passiert in der Praxis nie, aber ich konnte schon kurzzeitig auf meinem Display bis zu 6 Kilowatt Leistung beobachten. Meist ist aber bei ca 5 Kilowatt der Tagesspitzenwert erreicht. Aber auch das ist eine ganze Menge, viel mehr als man in Haus normalerweise braucht (es sei denn man will ein E-Auto aufladen).

Doch nun zu den Details, die in der Tabelle etwas vereinfacht dargestellt sind und die leicht erkennen lassen, dass sich die Investition wirklich rentiert hat.

Komplettkosten für Investition in 2013

Ca 13.000 €

 

Die Mehrwertsteuer wird erstattet, also reale Kosten

Ca 11.000 €

 

Solarstromproduktion pro Jahr in KWh (Kilowattstunden)

Ca 6500 kWh

 

Jahresstromverbrauch des Haushalts

Ca 4000 kWh

(0)

Eigenverbrauchsanteil

Ca 2000 kWh

 

Damit Einsparung pro Jahr bei 0,27 €/kWh Stromkosten = 2000 * 0.27 =

Ca 540 €

 

Verkauf des Reststroms an den Netzbetreiber für 0,16 €/kWh = 4500 * 0,16

Ca 720 €

(1)

Einsparung + Erlös pro Jahr = 540 + 720

Ca 1200 €

 

Die Anlage ist also nach ca spätestens 10 Jahren abbezahlt, danach verdient man bares Geld! Und das noch weitere 10 Jahre, denn solange läuft der Vertrag mit dem Netzbetreiber

Ca 10 Jahre Rückzahldauer

(2)

Abschreibungskosten auf 20 Jahre = 11000 € /20 =

Ca 550€

 

Damit verbleibt ein Überschuss pro Jahr von

Ca 650€

 

Ergibt eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von (1200 – 550) / 11000 =

Ca 6%

(3)

   

(0): Aktuelle Stromkosten des Lieferanten: ca 0,27€/kWh

(1): Der Preis für den verkauften Strom wird über das EEG (erneuerbare Energiegesetz) definiert und dieser startete in 2000 mit mehr als 0,50€/KWh und wird seither jährlich reduziert. 2013 lag er bei ca 0,16 €/kWh und inzwischen liegt der bei unter 0,10 €/kWh. Das wird allerdings kompensiert durch immer weiter fallende Preise für die PV-Anlagen. Die aktuellen Fördermöglichkeiten sind selber abzuklären.

(2): Die PV-Anlagen haben meist noch eine längere Lebensdauer, allerdings muss man sich nach Ablauf der 20 Jahre selber um die Vermarktung des „Zuviel-Stroms“ kümmern – oder man nutzt diesen selbst, indem man sich noch eine Batterie zulegt. Auf die Rückzahldauer und die Renditebetrachtung hat das aber keinen Einfluss mehr.

(3) In der Renditebetrachtung steckt die vereinfachte und etwas optimistische Annahme, dass in der gesamten Laufzeit keine Reparaturkosten anfallen. Auf der anderen Seite wird auch angenommen, dass der Strompreis nicht weiter steigt, was sich als Steigerung des Ertrags auswirken würde (man muss den teureren Strom nicht zukaufen sondern produziert zu festen Kosten selber. Die beiden Effekte sind damit gegenläufig und sind hier daher hier zur Vereinfachung vernachlässigt.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass die Ertragswerte sich immer so darstellen wie in diesem Praxisbeispiel. Sie könnten noch etwas besser, aber natürlich auch schlechter ausfallen. Aber selbst wenn die Solarerträge nur ungefähr halb so hoch wären, hätte man immer noch eine Rendite von ca 0,5% und damit mehr als die 0%, die beim Girokonto anfallen.

 

In Abb. 2 ist ein Diagramm dargestellt, das für die Jahre 2014 – 2020 jeweils die „Solarernte“ pro Monat zeigt. So ein Diagramm kann man natürlich nur dann erzeugen, wenn man jeden Monat die Ertragszahlen notiert oder bereits eine automatische Datenerfassung hat. Die Punkte im Diagramm stellen die einzelnen Monatswerte der verschiedenen Jahre dar. Die durchgezogene Linie entspricht den Mittelwerten. Daraus lassen sich einige interessante Aspekte ablesen:

  • Der beste bisher erreichte Ertrag in einem Monat war der April 2020 mit fast 1000 kWh – ca 3mal so viel wie in einem Monat im Haushalt an Strom gebraucht wird.
  • Von April bis August hat man ungefähr ein Plateau im Ertrag. Das mag im ersten Moment überraschen, haben die Sommermonate doch noch längere Tageszeiten, aber dann ist es auch deutlich wärmer und damit sinkt der Wirkungsgrad der Solarzellen. Außerdem steht die Sonne dann besonders hoch so dass der optimale Einfallswinkel von 90°nicht mehr gegeben ist (bei einer Dachneigung von 35°)
  • Unser Haushalt hat einen jährlichen Gesamtstrombedarf von ca 4000 kWh. Dies entspricht einem durchschnittlichen Monatsbedarf von ca 333 kWh. Diese Menge wird durch die horizontale blaue Linie mit Doppelpfeil markiert. Dies bedeutet, dass die hauseigene Solaranlage im Prinzip für die Monate Februar bis Oktober in der Lage ist, den jeweiligen Monatsbedarf zu decken. Das gilt natürlich nur im Prinzip. In der Nacht gibt es natürlich keinen PV-Strom und an trüben Tagen auch nur wenig. Daher können über das Jahr gesehen auch nur ca 30 – 40% des eigenen Strombedarfs durch die PV-Anlage gedeckt werden (= Autarkiegrad). In Zukunft wird hier der Einsatz von Batterien eine  deutliche Steigerung ermöglichen. Diese website liefert hierzu interessante Zusammenhänge. Unabhängigkeitsrechner | pvspeicher.htw-berlin.de (htw-berlin.de)

Fazit: Mit einer PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach ist es ohne weiteres möglich, den Strombedarf des Haushaltes zu einem guten Teil selbst zu produzieren und dabei auch noch Geld zu sparen im Vergleich zum reinen Strombezug. Die Rendite einer solchen Investition wird wohl allemal größer sein als die von Sparbuch und Girokonto. In Kombination mit der sich aktuell entwickelnden Batterietechnologie wird sich der Anteil der eigenen Stromproduktion noch deutlich steigern lassen. Wie im Mainecho vom 5.2.21 („Wie man es schafft zu 85% energieautark zu sein“) zu entnehmen, lässt sich heute bereits für eine Summe von weniger als 10.000€ eine PV-Anlage plus Batterie installieren. Wenn sich die Mehrzahl der Hausbesitzer zur Installation solcher Anlagen entschließt, kann damit ein großer Beitrag zur Energiewende geleistet werden.

 

Deutschlands Fläche ist zu ca 13% durch Gebäude, Park- und Verkehrsflächen versiegelt. Theoretisch ließe sich auf dieser Fläche mehr Strom erzeugen als aktuell in Deutschland gebraucht wird, wie folgende Überschlagsrechnung zeigt:. Deutschland hat eine Fläche von ca 360.000 km². Nehmen wir nur 10% Versiegelungsgrad an, wovon nur 50% genutzt würde, dann entspräche  dies ca 18.000 km² PV-Fläche. Auf ca 7m² lässt sich eine Leistung von 1 KWp installieren, die pro Jahr ca 1000 kWh = 1 MWh an Strom liefern. Rechnet man diesen Wert nun auf 18.000 km² hoch, dann kommt man auf die geradezu unglaubliche Menge von über 2000 Terawattstunden. Deutschland verbraucht im Jahr ca 600 Terawattstunden /Umweltbundesamt/.  In dieser Rechnung sind Umwandlungsverlust, Speicherkapazitäten … nicht berücksichtigt.

Wer sich nun selber intensiver mit dem Thema befassen möchte, der findet im Internet viele Informationen. Der Landkreist Miltenberg bietet ebenfalls Energieberatung an. Natürlich können auch die Firmen, die Installationen von PV-Anlagen durchführen angesprochen werden.


Klimaschutzpreis 2018

Nachfolgend die Vorstellung der Preisträger mit der Begründung:

Familie Deckelmann, Elsenfeld

Träger des Klimaschutzpreises des Bundes Naturschutz 2018 ist die Familie Deckelmann aus Elsenfeld.

Familie Deckelmann hat eine historische Mühle an der Elsava restauriert und hat diese wieder befähigt, über einen Generator Strom zu erzeugen. Der Strom deckt vorwiegend den Eigenverbrauch der Familie, ein Teil kann zusätzlich in das Netz eingespeist werden. Das ist aber wirtschaftlich nicht besonders attraktiv und stand bei der Investition für die Familie nicht im Vordergrund.

Die Mühle ist wahrlich als historisch zu bezeichnen. Die Getreidemühle wurde 1887 vom Urgroßvater von Reinhard Deckelmann gekauft. Der Großvater baute sie später so um, dass sie im Nebenerwerb Strom erzeugen konnte. In den Kriegszeiten war das wegen des Ölmangels sinnvoll. Aber bereits 4 Jahre später, im Jahre 1918, endete mit dem Tod des Großvaters die Stromproduktion. In einer wechselhaften Geschichte wurde die Mühle dann wieder zum Mahlen von Korn genutzt.

1999 entschied sich Reinhard Deckelmann, die Mühle zu restaurieren und wieder für ihren ehemaligen Zweck, die Stromproduktion, herzurichten.

Als erstes waren umfangreiche Sanierungen am Gebäude notwendig. Dann musste als größtes Teilprojekt, sowohl finanziell als auch die räumliche Dimension betreffend, das Wasserrad komplett erneuert werden. Nach weiteren Umbauten und der Installation des Generators wurde dann 2001 der erste Strom erzeugt.

Der Betrieb und die Unterhaltung einer so geschichtsträchtigen Mühle ist nicht zu unterschätzen: Immer wieder sind steuernde manuelle Eingriffe während des Betriebes notwendig. Es fallen auch immer wieder Wartungs- und Austauscharbeiten an. So unterliegen z.B. die Holzzähne der Getriebezahnräder einer natürlichen Abnutzung und müssen hin und wieder erneuert werden. Und auch das Wasserrad muss, wie man sich leicht vorstellen kann, aufwändig in Schuss gehalten werden. Schließlich, damit das alles gut läuft, müssen Lager regelmäßig gefettet werden.

Dass der Klimaschutzpreis heute an die Familie Deckelmann geht, liegt nicht nur an der klimafreundlichen Stromproduktion durch die Familie. Wir finden, auch die Leistung, ein historisches Bauwerk und dessen Technik zu erhalten und wieder seiner gedachten Funktion zuzuführen, verdient unsere Anerkennung.

Wenn wir heute immer wieder über moderne Technik diskutieren, die uns helfen kann, den CO2-Aussstoß zu reduzieren, ist es auch wichtig, daran zu erinnern, dass manche unserer Vorfahren schon vor 100 Jahren auf einem Weg waren, den wir nun entschlossen weitergehen müssen.

Firma FRIPA und Landkreis Miltenberg

Der Klimaschutzpreis des Bundes Naturschutz 2018 geht an die Firma FRIPA und den Landkreis Miltenberg

Wir würdigen damit eine Kooperation zwischen einem privatwirtschaftlichen Unternehmen und einer kommunalen Verwaltung. Sie zeigt beispielhaft, dass man sehr viel für den Klimaschutz erreichen kann, wenn man seine ganz unterschiedlichen Bedürfnisse so aufeinander abstimmt, dass ein neues Ganzes daraus wird.

Die Grundidee ist, mit der Abwärme, die bei industriellen Prozessen entsteht – hier bei der Firma FRIPA - öffentliche Einrichtungen zu beheizen - die Schulen des Landkreises Miltenberg. Diese Idee ist an sich nicht ganz neu und auch hier in Miltenberg wurde sie aus der Mitte des Kreistages heraus schon vor etwa zehn Jahren geboren. Sie bedurfte aber offensichtlich einer gewissen Reifung – und vielleicht auch einer politischen Veränderung.

2015 ging es dann los und der Umweltausschuss des Kreistages gab grünes Licht für Vorplanungen. In einem ersten Schritt musste ermittelt werden, ob die FRIPA überhaupt genügend Wärmenergie für die Beheizung zur Verfügung stellen kann. Denn bei der FRIPA wird die Abwärme bereits mehrfach intern genutzt. Eine von FRIPA und dem Landratsamt in Auftrag gegebene Potentialstudie hat das dann aber ein positives Ergebnis gezeitigt.

Am 19.12.2016 stimmte der Kreistag für das Nahwärmekonzept. Ich möchte ausdrücklich hervorheben, dass es sich um einen einstimmigen Beschluss handelte. Das verdient besondere Anerkennung – gerade auch für die Kreisräte, die nicht den Mehrheitsfraktionen angehören.

Anschließend ging es daran, die technische Umsetzung zu planen und schließlich musste alles auch praktisch realisiert werden. Um die Wärme von der FRIPA zu den Schulen zu transportieren mussten dabei auch noch Leitungen über den öffentlichen Grund der Stadt Miltenberg gelegt werden.

Schließlich musste auch eine Vereinbarung zwischen der FRIPA und dem Landkreis getroffen werden, die das Projekt langfristig absichert.

Man kann sich auch als Laie gut vorstellen, dass da einiges zu organisieren war und es sicherlich an der einen oder anderen Stelle auch mal schwierig wurde. Wie wir hörten, bedurfte es einiges an Durchhaltevermögen, um das Ganze zu einem guten Ende zu bringen. Wenn man weiß, wie unterschiedlich privatwirtschaftliche Unternehmen und Behörden teilweise funktionieren, kann man diese Leistung gar nicht hoch genug einschätzen.

Umso schöner ist es, heute ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt zu würdigen. Und wenn davon sowohl die Firma FRIPA, der Landkreis Miltenberg und der Klimaschutz profitiert, so greift der Begriff von der win-win-Situation zu kurz. Da müsste man schon von einer win-win-win-Situation sprechen.

Wir sind der Meinung: Dieses Projekt hat Vorbildcharakter. Es zeigt es zweierlei:

-         Da ist ein Unternehmen, das von gesellschaftlicher Verantwortung nicht nur spricht, sondern sie ernst nimmt und danach handelt.

-         Da sind eine Kommunalverwaltung und ein kommunales Gremium, das über den Tellerrand hinausblickt und bewusst einen Weg geht, der sicher nicht der einfachste war und ist.

Herzlichen Glückwunsch für den Klimaschutzpreis 2018 - an die Firma FRIPA und an den Landkreis Miltenberg.


Arbeitskreis Energie sucht Mitstreiter

Seit Herbst 2016 gibt es unseren Arbeitskreis Energie. Er will die Energiewende im Landkreis Miltenberg begleiten und konkrete Vorschläge dazu machen. Wer Interesse an diesem Thema hat ist herzlich willkommen und kann sich direkt an Lutz Loebel wenden: lutz.loebel@bn-miltenberg.de.


Energiespartipps

  • Etwa die Hälfte unserer Energiekosten frisst die Raumheizung. Die gute Nachricht: Hier lässt sich am meisten sparen. Wer die Raumtemperatur um nur ein Grad senkt, spart sechs Prozent der Kosten.
  • Kühl- und Gefriergeräte laufen immer und verbrauchen ein Drittel der Stromkosten im Haushalt. Dabei ist die maximale Kühltemperatur selbst jetzt im Sommer nicht nötig. Daher runter damit auf Position 2. Außerdem sollten Sie den Reifansatz im Gefrierer stets beobachten. Ist er dicker als 2 Zentimeter, sofort abtauen.
  • Das Geschirr spülen von Hand unter fließendem Warmwasser ist ein richtiger Energiefresser – daher ab damit in den Geschirrspüler. Aber stets darauf achten: Die Maschine erst voll beladen starten. Vorreinigung ist oft nicht nötig, die Spültemperatur kann ruhig reduziert werden – spart bis zu 30 Prozent Energie.
  • 70 Prozent aller Haushalte kochen mit Strom – wer dabei sparen will, sollte darauf achten, dass das Geschirr stets die gesamte Kochplatte bedeckt.
  • Ein Deckel reduziert die Energiekosten gleich doppelt. Kein Dampf entweicht aus dem Topf, daher auch keine Abzugshaube in Betrieb.
  • Beim Backen oder Braten ist ein Vorheizen meist nicht nötig: Ein rechtzeitiges Abschalten nutzt die Restwärme und spart zusätzlich Strom.
  • Wer das Fassungsvermögen einer Waschmaschinentrommel maximal nutzt, spart schon deutlich Energie. Wer statt Kochwäsche die 60 Grad wählt und auf die Vorwäsche verzichtet, spart die Hälfte des Stromverbrauchs. Unser Tipp: Reduzieren sie auch die Schleuderdrehzahl und wählen sie, wenn möglich, Kurzprogramme.
  • Und nicht vergessen: am sparsamsten wird nasse Wäsche natürlich an der frischen Luft getrocknet.
  • Ein gutes Licht machen nicht nur Glühbirnen oder Halogenlampen, jetzt können das auch die Energiesparlampen. Sie sind zwar teuerer als die Glühbirne, leben aber zehnmal länger und verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Ein Beispiel: Eine 11 Watt Energiesparlampe entspricht einer 60 Watt Glühbirne.
  • Wer seinen Fernseher per Fernbedienung ausschaltet, versetzt ihn nur in eine Art "Schlummerzustand" und trennt ihn nicht vom Stromnetz. In diesem "Stand by"-Modus verbrauchen die Geräte trotzdem noch Strom. Unser Tipp: Nutzen sie hier schaltbare Steckdosenleisten.

Auch wenn dies alles banal und selbstverständlich klingen mag, allein mit diesen Tipps kann ein Single Haushalt bis zu 200 Euro und eine vierköpfige Familie bis zu 1.000 Euro Energiekosten und Treibhausgase pro Jahr sparen, vorausgesetzt man hält sich daran.

Wussten Sie übrigens, dass Stromverbrauchsspitzen u.a. eine Begründung für den Bau neuer Kernkraftwerke sind ? Betreiben Sie deshalb stromintensive Geräte wie Waschmaschine oder Geschirrspüler möglichst nicht während der Spitzenlastzeiten (Nie am Montag morgen! Nie von 10 bis12 Uhr! Nie von 17 bis 20 Uhr .