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Dr. Steffen Scharrer aus Niedernberg ist seit 2016 Kreisvorsitzender.

Steffen wurde 2020 für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Wie er zum Naturschutz kam und was er jetzt vor hat, verrät er im Interview unten.

Hast du beruflich auch was mit Naturschutz zu tun?

Viele glauben, der Bund Naturschutz IST mein Beruf. Dabei mache ich das ehrenamtlich. Beruflich bin ich selbständig und mache Marketing für gemeinnützige Organisationen und Hilfswerke. Im Marketing war ich auch fünf Jahre lang beim WWF tätig. Ich habe allerdings Biologie studiert – und später noch Geowissenschaften.

Seit wann und wie bist du denn zum Naturschutz gekommen?

Dem Naturschutz bin ich schon verbunden, seit ich 14 oder 15 Jahre alt bin. Damals habe ich mit Günter Farka und Wolfgang Neuberger im Naturschutzverein Erlenbach die Kindergruppe gegründet und geleitet. Am Anfang haben mich vor allem die Amphibien begeistert. Später kamen dann andere Tiergruppen und Pflanzen dazu.

Für welche Themen willst du dich besonders einsetzen?

Als Vorsitzender ist es mir wichtig, das Ganze im Blick zu haben, auch wenn mein Herz für die biologische Vielfalt und den Artenschutz schlägt. Aber was nützt es, einzelne Arten zu hätscheln, wenn Straßen unsere Landschaft zerschneiden oder der Klimawandel die Gewässer trockenlegt?

Für welche Tier-/Pflanzenart schlägt dein Herz und gibt es auch eine auf die du verzichten könntest?

Die Amphibien haben es mir schon früh angetan. Aber es gibt leider so wenige Amphibienarten bei uns. Seit 30 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Hautflüglern, also Wespen und Wildbienen. Die Lebensweise der vielen hundert heimischen Arten zu erforschen, ist ein schier unerschöpfliches Betätigungsfeld. Jeder kann sicherlich auf Zecken, Kopfläuse oder Bandwürmer verzichten. Ob sie für den Naturhaushalt verzichtbar sind – da bin ich mir nicht so sicher.

Hast du denn noch Zeit für andere Hobbies?

Die Arbeit für den Naturschutz, gemeinsam mit anderen Naturbegeisterten, ist so vielgestaltig, dass ich zur Zeit kaum einem anderen Hobby nachgehe. Dass ich viel in der Natur unterwegs bin, Tiere und Pflanzen fotografiere, gehört ja quasi dazu.